Navigation

Berufseinstieg und Lohndiskriminierung (BELODIS)

 

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Frauen verdienen nach wie vor 20-30% weniger als Männer. Diese Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich zwar zu über 50% statistisch erklären – mit unterschiedlichen Berufserfahrungen und Qualifikationen, welche sich im Verlauf des Erwerbslebens ergeben. Zum Zeitpunkt des Berufseinstiegs sollten demnach aber keine Unterschiede ausgemacht werden können. Dennoch existieren Anzeichen für eine unterschiedliche Entlohnung bereits beim Einstieg ins Berufsleben – selbst bei gleicher Ausbildung. Bisher nicht erforscht wurde, ob und inwiefern in der Schweiz bereits beim Berufseinstieg Lohndiskriminierung zwischen Männern und Frauen besteht und zu welchem Zeitpunkt diese entsteht.

Ziele

Das Projekt untersucht Geschlechterungleichheiten während eines prägenden Lebensabschnitts, dem Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben. Im Fokus stehen dabei die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern, welche eine Berufsausbildung absolviert haben und neu in den Arbeitsmarkt eintreten. Zudem wird gefragt, ob diese Unterschiede erklärbar oder diskriminierend (also nur auf das Geschlecht zurückzuführen) sind.

Mithilfe der ersten nationalen Längsschnittuntersuchung zum Übergang Jugendlicher von der Schule ins Erwachsenen- und Erwerbsleben (TREE, Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) zeigen die Forschenden, ob die Lohnunterschiede Ergebnis eigener Entscheidungen bei der Ausbildungsplatzwahl und/oder der Ausbildungsplatzvergabe durch die Lehrbetriebe sind. Weiter führen die Forschenden eine Betriebsbefragung durch, welche Aufschluss darüber geben soll, ob Frauen trotz gleichwertiger Qualifikationen bei der Einstellung in gut bezahlten Berufen benachteiligt werden.

Originaltitel

BELODIS - Berufseinstieg und Lohndiskriminierung – neue Erklärungsansätze zu einer Schlüsselphase für geschlechtsspezifische Ungleichheiten

Projektleitung

  • Dr. Michael Marti, Ecoplan, Bern
  • Kathrin Bertschy, Ecoplan, Bern