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Geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Arbeitswelt: Politisch-institutionelle Faktoren

 

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Frauen sind in der Arbeitswelt nach wie vor benachteiligt. Sie weisen tiefere Erwerbsquoten auf als Männer und sind in der Regel schlechter bezahlt als diese. Sie sind in prekären Arbeitsverhältnissen und bei den nicht-registrierten Arbeitslosen übervertreten, hingegen in den Chefetagen von Grossunternehmen untervertreten. Vergleichbare Muster zeigen sich auch in anderen Bereichen: der unbezahlten Familien- und Hausarbeit, der Pflege («care work») und der Nachbarschafts- und Verwandtenhilfe. Auch in der Freiwilligenarbeit erledigen Frauen vor allem Basisarbeit, während überwiegend Männer die prestigeträchtige Führungsarbeit übernehmen.

Ziel

Bislang wenig erforscht sind die Unterschiede zwischen Kantonen und zwar hinsichtlich der erkennbaren Ungleichheiten im Arbeitsleben sowie hinsichtlich der dafür verantwortlichen politischen, institutionellen und soziostrukturellen Einflussfaktoren. Ausserdem liegen kaum vergleichende Analysen vor, die die bezahlte Erwerbsarbeit, die unbezahlte Familien- und Hausarbeit sowie die Freiwilligenarbeit gleichermassen berücksichtigen. Das vorliegende Projekt schliesst diese Forschungslücke. Dabei gruppieren die Forschenden zunächst die Kantone aufgrund einer Analyse der interkantonalen Unterschiede. In einem weiteren Schritt untersuchen sie den Einfluss von individuellen und kontextbezogenen Merkmalen auf die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten. Mittels einer qualitativen vergleichenden Analyse (QCA) gehen sie zudem der Frage nach, welche historischen und institutionellen Faktoren die kantonalen Ungleichheiten in der Arbeitswelt erklären können.

Originaltitel

Geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der schweizerischen Arbeitswelt: Politische und institutionelle Einflussfaktoren

Projektleitung

  • Prof. Michael Nollert, Departement Sozialwissenschaften, Universität Freiburg
  • Dr. Ruedi Epple, Departement Sozialwissenschaften, Universität Freiburg
  • Dr. Sebastian Schief, Departement Sozialwissenschaften, Universität Freiburg
  • Martin Gasser, Departement Sozialwissenschaften, Universität Freiburg
  • Sarah Kersten, Departement Sozialwissenschaften, Universität Freiburg

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Michael Nollert Departement Sozialwissenschaften Universität Freiburg Route des Bonnesfontaines 11 1700 Freiburg +41 26 300 77 90 michael.nollert@unifr.ch

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