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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Wer belästigt wen, wie und warum?

 

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird seit geraumer Zeit in Forschung und Praxis ernsthaft diskutiert. Das Gleichstellungsgesetz verbietet sexuelle Belästigung als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und verpflichtet Unternehmen, diese zu verhindern.

Dennoch gibt es wenig verlässliches Wissen über Entstehungshintergründe, Folgen für die Betroffenen, Auswirkungen auf das Unternehmen etc. – vor allem, wenn Männer Betroffene und Frauen Verursacherinnen sind.

Ziel

Das Projekt umfasst vier Teile. Im ersten Teil erfassen die Forscherinnen die Verbreitung von sexueller Belästigung im Tessin, aufbauend auf einer ähnlichen Studie in der Deutschschweiz und in der Romandie. Die Resultate lassen somit verlässliche Schlüsse auf die tatsächliche Verbreitung in der ganzen Schweiz zu. Im Mittelpunkt des zweiten Teils stehen Fallstudien in privaten und öffentlichen Unternehmen. Unter Berücksichtigung des Kontexts und der verschiedenen Akteurinnen und Akteure gehen die Forscherinnen der Frage nach, wie Menschen im konkreten Arbeitsalltag mit sexueller Belästigung umgehen. Im dritten Teil zeigen die Forscherinnen aus Tiefeninterviews mit betroffenen Frauen und Männern, wie es zur sexuellen Belästigung kommen kann und was sie bewirkt. Über eine anonyme Befragung von Verursachern und Verursacherinnen analysieren sie im vierten Teil des Projekts den Einfluss von Persönlichkeit und situationsbedingten Auslösern für belästigendes Verhalten.

Originaltitel

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Besseres Verständnis heisst wirksamere Prävention

Projektleitung

  • Prof. Franciska Krings, Département de comportement organisationnel (OB), Universität Lausanne
  • Marianne Schär Moser, Forschung und Beratung, Bern
  • Audrey Mouton, OB, Universität Lausanne