Navigation

Gewerkschaften und Geschlechtergleichstellung (SynEga)

 

"SynEga" untersucht die Gleichstellungspolitik der Gewerkschaften in der Schweiz seit 1990. Wie wird die Politik, die auf die Gleichstellung innerhalb der Gewerkschaften und in andern beruflichen Zusammenhängen abzielt, entwickelt und umgesetzt? Was sind förderliche, was hinderliche Faktoren?

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Trotz wichtiger Fortschritte der Frauen halten sich auch in der Schweiz hartnäckig tiefgreifende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Diese Tatsache ist zwar bekannt, doch wurde bisher vor allem in der Schweiz kaum erforscht, wie die Gewerkschaften zur Förderung der Gleichstellung bzw. zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Ungleichheiten beitragen. Gewerkschaften spielen im Berufsleben eine wichtige Rolle und sie haben in letzter Zeit – in der Schweiz wie auch in Europa – die Gleichstellung zu einem ihrer politischen Ziele gemacht. Daher drängt es sich auf, die Umsetzung der Gleichstellungspolitik innerhalb und seitens der Gewerkschaften in der Schweiz zu analysieren und zu untersuchen, mit welchen Massnahmen sie in ihren eigenen Reihen und ausserhalb die Gleichstellung voranbringen wollen.

Ziel

Das Projekt SynEga analysiert die Umsetzung gewerkschaftlicher Gleichstellungsmassnahmen sowie die gewerkschaftliche Mobilisierung zu diesem Thema. Es will zudem mehr erfahren über das Verhalten der gewerkschaftlichen Akteure, etwa auch hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung bei den Aktivistinnen und Aktivisten, bei Stellen und Laufbahnen. Schliesslich nimmt es die Rolle des Geschlechterverhältnisses bei diesen Schritten in Richtung (Un-) Gleichstellung in den Blick. Untersucht werden gewerkschaftliche Organisationen der beiden Dachverbände (Schweizerischer Gewerkschaftsbund und Travail Suisse) in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin. Das Projekt arbeitet mit folgenden Methoden: Dokumentenanalyse, Gruppen- und Einzelinterviews, Beobachtung und Fragebogen.

Originaltitel

Les syndicats et l’égalité entre les sexes en Suisse. Politiques, mobilisations, pratiques

Projektleitung

  • Prof. Olivier Fillieule, Institut d’études politiques et internationales (IEPI), Universität Lausanne
  • Dr. Martina Avanza, IEPI, Universität Lausanne
  • Dr. Philippe Blanchard, IEPI, Universität Lausanne
  • Dr. Hervé Rayner, IEPI, Universität Lausanne
  • Vanessa Monney, IEPI, Universität Lausanne
  • Gilles Descloux, IEPI, Universität Lausanne
  • Stéphanie Monay, IEPI, Universität Lausanne

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Olivier Fillieule Institut d'études politiques et internationales (IEPI) Université de Lausanne Anthropole 5119 1015 Lausanne +41 21 692 31 44 olivier.fillieule@unil.ch

Zu diesem Projekt